29.06.2021

Medienmitteilung

Schweizer Schülerin an Europäischer Physik-Olympiade ausgezeichnet

Vom 19. bis 26. Juni fand die Europäische Physik-Olympiade (EuPhO) statt. Junge Talente lösten für den virtuellen Wettbewerb anspruchsvolle Aufgaben zu Wärmeleitung, Magnetfeldern und mehr. In Bern trafen sich fünf Jugendliche aus der Schweiz, um gegen den internationalen Physik-Nachwuchs anzutreten:

Von links nach rechts: Nicolà Gantenbein (Leader), Fabian Eugster, Andres Neff, Anastasia Sandamirskaya, Thubalenkosi Vuadens und Raphael Burkardt (Alle Bilder: Physik-Olympiade)

Das Schweizer Team während der Prüfung.

Anastasia Sandamirskaya

Thubalenkosi Vuadens

Fabian Eugster

Raphael Burkardt

Andres Neff

Die Teilnehmenden machten eine Wanderung und einen Kletterausflug.

  • Anastasia Sandamirskaya, Hull’s School (ZH)
  • Andres Neff, Kantonsschule Kollegium Schwyz (SZ)
  • Fabian Eugster, Kantonsschule Trogen (AR)
  • Raphael Burkardt, Kantonsschule Uster (ZH)
  • Thubalenkosi Vuadens, Gymnasium Neufeld (BE)

 

Die 17-jährige Anastasia Sandamirskaya aus Greifensee (ZH) wurde für ihre Leistung mit einer Ehrenmeldung ausgezeichnet.

 

Ein physikalisches Wochenende

Aufgrund der Pandemie konnten die Teilnehmenden aus verschiedenen Ländern sich nicht alle an einem Ort treffen. Die Schweizerinnen und Schweizer verbrachten einige Tage in Bern, stellten sich gemeinsam den Prüfungen und machten eine Wanderung und einen Kletterausflug. «Das Schönste war, dass trotz Corona eine EuPhO stattgefunden hat und wir zusammen ein cooles Weekend haben konnten», findet Andres Neff. «Ich habe die virtuelle Olympiade überraschend positiv erlebt und fand die Betreuung und Organisation klasse», lobt Thubalenkosi Vuadens. «Mein Highlight war die Prüfung selbst und im Nachhinein herauszufinden, wie die anderen die Aufgaben angegangen sind».

 

Die EuPhO 2021 aus Sicht des Schweizer Teams.

Simulierte Experimente

Die zwei fünfstündigen Prüfungen fanden am 19. und 20. Juni statt – erst Theorie, dann Praxis. Die praktische Prüfung war als Simulation am Computer organisiert, da es bei einem virtuellen Wettbewerb schwierig wäre, die notwendige Ausrüstung für ein reales Experiment bereitzustellen. In einer Aufgabe wurde zum Beispiel der Temperaturverlauf an einem erhitzten Metallstab gemessen, um unter anderem dessen Wärmeleitfähigkeit abzuschätzen. In einer anderen Aufgabe ging es darum, mithilfe eines Kompasses den Eigenschaften eines unter Strom stehenden Drahtes die Schliche zu kommen. Neben Ehrenmeldungen wurden für gute Punktezahlen Bronze- Silber und Goldmedaillen verteilt. Auf den ersten Plätzen landeten Jugendliche aus Rumänien und Bulgarien.

 

Die virtuelle Rangverkündigung der EuPhO 2021

 

Die Welt berechnen

An den Aufgaben herumzuknobeln machte Raphael Burkardt grossen Spass. Ihn fasziniert an der Physik, «dass unsere komplexe Welt in allen Grössenordnungen erstaunlich simplen mathematischen Gesetzen folgt, also in einem gewissen Rahmen vorhersagbar ist». Das Mathematische hat es auch Anastasia Sandamirskaya angetan. Nach dem Schulabschluss fängt sie ein Mathematikstudium an der ETH Zürich an, wobei sie sich überlegt, später zu Physik zu wechseln. Doch davor noch kommt noch ein bisschen Chemie ins Spiel: Neben der Europäischen Physik-Olympiade konnte sie sich dieses Jahr auch noch für die Ende Juli stattfindende Internationale Chemie-Olympiade qualifizieren.

 

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

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Bilder

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Lara Gafner

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