28.07.2021

Medienmitteilung

Schweizer Physik-Olympioniken zeigen, was sie können

Bei der Internationalen Physik-Olympiade (IPhO) vom 17. bis 24. Juli lösten Jugendliche aus über 70 Ländern anspruchsvolle Aufgaben über LED, Erdbebenwellen oder Quantenphysik. Die fünf Teilnehmer aus der Schweiz verbrachten den virtuellen Wettbewerb in Signau (BE) – und staubten eine Bronzemedaille und drei Ehrenmeldungen ab.

Von links nach rechts: Nicolà Gantenbein (Leader), Mathieu Zufferey, Kylian Gauteron, Valentin Hächler, Oliver Marti, Raphael Zumbrunn, Lionel Philippoz (Leader). (Bild: Physik-Olympiade)

Die fünf Teilnehmer aus der Schweiz verbrachten den virtuellen Wettbewerb im Emmental. (Bild: Markus Meier)

Raphael Zumbrunn (Bild: Markus Meier).

Kylian Gauteron (Bild: Markus Meier)

Oliver Marti (links) und Mathieu Zufferey (rechts). (Bild: Markus Meier)

Kylian Gauteron (Bild: Markus Meier)

Raphael Zumbrunn (Bild: Markus Meier).

Oliver Marti (Bild: Markus Meier).

Mathieu Zufferey (Bild: Markus Meier).

Valentin Hächler (Bild: Markus Meier).

Gemeinsames Fondue-Essen der Schüler und Leiter (Bild: Physik-Oympiade)

  • Kylian Gauteron, Lycée-Collège des Creusets (VS)
  • Mathieu Zufferey, Lycée-Collège de la Planta (VS)
  • Oliver Marti, Gymnasium Münchenstein (BL)
  • Raphael Zumbrunn, Gymnasium Thun (BE)
  • Valentin Hächler, Gymnasium Oberwil (BL)

 

Raphael Zumbrunn sicherte sich mit seiner Leistung eine Bronzemedaille. Kylian Gauteron, Mathieu Zufferey und Valentin Hächler wurden je mit einer Ehrenmeldung ausgezeichnet. 

 

Wellen im Boden und Teilchen in Boxen

Der Platz auf der Rangliste entschied sich in zwei fünfstündigen Prüfungen am 19. und 21. Juli. Zuerst stand die praktische Prüfung an, bei der sich die Jugendlichen beispielsweise mit den Eigenschaften von Kondensatoren und Leuchtdioden befassten. Da die IPhO wegen der Pandemie nicht vor Ort im Gastgeberland Litauen stattfinden konnte, war das notwendige Material für die Experimente im Voraus per Post in der ganzen Welt verschickt worden. In der theoretischen Prüfung ging es unter anderem um die Ausbreitung von Erdbebenwellen im Boden oder um einen sogenannten «Particle in a Box». Gemeint ist damit eine Simulation von Elektronen, bei der das Potential innerhalb einer theoretischen Box null ist und ausserhalb der Box unendlich. «Damit lassen sich zum Beispiel Absorptions- oder Emissionsspektren von organischen Molekülen vorhersagen», erklärt Nicolà Gantenbein, Freiwilliger der Physik-Olympiade. 

 

Die virtuelle Eröffnungszeremonie der IPhO 2021.

Die Erfahrung weitergeben

Auch jenseits der Prüfungen hatte die IPhO 2021 etwas zu bieten – wenn auch nur online. Unter anderem gab es einen virtuellen Stadtrundgang durch Vilnius, Spiele oder auch einen Vortrag des Schweizer Nobelpreisträgers Didier Queloz. Für Valentin Hächler war das Highlight die Zeit, die er mit den anderen Schweizer Teilnehmern im gemeinsamen Lager verbringen konnte. «Die Stimmung war sehr gut und entspannt», meint der 19-Jährige. Mathieu Zufferey schätzte die Teilnahme an der Physik-Olympiade so sehr, dass er die Erfahrung gerne weitergeben möchte. Der angehende EPFL-Student kann nach dem Schulabschluss nicht mehr teilnehmen, will sich aber freiwillig für die Organisation von Wissenschafts-Olympiade engagieren: «Ich will den Kontakt zu den tollen Leuten zu halten, die ich kennengelernt habe, und jüngeren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, auch an solchen interessanten Events teilzunehmen.»

 

Die virtuelle Schlusszeremonie der IPhO 2021.

 

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

Links

 

Bilder

Zur freien Verwendung mit Quellenangabe. Download am Ende des Beitrags via Button.

 

Kontakt

Lara Gafner

Kommunikationsbeauftragte

Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern

Hochschulstrasse 6

3012 Bern

+41 031 631 51 87

l.gafner@olympiad.ch

Further articles

Informatics

Zwei Bronzemedaillen an Internationaler Informatik-Olympiade

Eine Insel voller Informatik-Talente: Vom 7. bis 15. August fand in Yogyakarta, Indonesien, die 34. Internationale Informatik-Olympiade statt. Aus aller Welt reisten Jugendliche an, um mit smarten Algorithmen Medaillen zu ergattern – darunter auch vier Schweizer.

Economics

Association

Schweizer gewinnen drei Bronzemedaillen an Internationaler Wirtschafts-Olympiade

Die Internationale Wirtschafts-Olympiade fand vom 26. 7. – 1.8. statt. Vier Schweizer Mittelschülerinnen und Mittelschüler reisten in die Türkei, um sich mit Teams aus über 40 Ländern zu messen. Wissen und Unternehmersinn führten sie zum Erfolg.

Informatics

Association

Zweimal Bronze für Schweizer an Zentraleuropäischer Informatik-Olympiade

Vom 24. bis 30. Juli trafen sich 52 der besten jungen Programmierer aus 12 Ländern an der Central European Olympiad in Informatics, kurz CEOI. Vier Jugendliche aus der Schweiz traten die Reise nach Varaždin, Kroatien an.

Biology

Association

Schweizer Jugendliche gewinnen vier Bronzemedaillen in Biologie

Vom 10. bis 18. Juli fand in Jerewan, Armenien die Internationale Biologie-Olympiade (IBO) statt. 237 Mittelschülerinnen und Mittelschüler aus über 60 Ländern nahmen am Wettbewerb teil. Alle vier Mitglieder des Schweizer Teams wurden mit Bronzemedaillen ausgezeichnet.

Physics

Association

Bronze medal for Switzerland, organizer of the International Physics Olympiad

The participants in the International Physics Olympiad, around 350 students, should have met in Belarus this year, but things turned out differently due to the war in Ukraine. Thanks to the swift initiative of dedicated Swiss volunteers, the school competition could be held online from July 10 to 18

Chemistry

Association

Bronzemedaille und Ehrenmeldung für Schweizer Schüler an Internationaler Chemie-Olympiade

Vom 10. bis 18. Juli tauchten 326 junge Talente aus mehr als 80 Ländern ein in die Welt der Moleküle, Elemente und Reaktionen. Die vier Schweizer Teilnehmer verbrachten eine erlebnisreiche Woche in Basel, zusammen mit den Teams aus Österreich und Deutschland.