Vom 5.-7. September fand das jährliche Womens’ Weekend der Physik-Olympiade statt. 13 technikaffine junge Frauen verbrachten ein Wochenende in St. Gallen, entwarfen eigene Maschinen und tauschten sich übers Studieren und Arbeiten im MINT-Bereich aus. Rebecca Stadler, eine der Organisatorinnen, erzählt.
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Los ging’s am Freitagabend in St. Gallen bei Smartfeld, einer Initiative, die Kinder und Jugendliche auf die Herausforderungen des digitalen Zeitalters vorbereiten und zu einem kreativen Umgang mit Technologie inspirieren will. Nach einem kurzen Kennenlernspiel, einer Einführung in die Physik-Olympiade und einer leckeren Pizza sammelten wir Ideen für den Future-Pitch-Workshop am nächsten Tag. Dort ging es darum, in Dreiergruppen kleine Maschinen zu entwickeln, die verschiedene spezifische Aufgaben erfüllen.
Wir arbeiteten den ganzen Samstag daran, diese Erfindungen zum Leben zu erwecken. Mithilfe von Karton für das Gehäuse und verschiedensten Sensoren entstanden ein intelligenter Kühlschrank, ein Getränkeautomat, eine Recyclingmaschine, ein Gesundheitsassistent und eine smarte Brille.
Nach einem feinen Curry liessen wir den Abend im Lagerhaus in Niederuzwil ausklingen. Dort spielten wir Spiele, unterhielten uns und lösten Zahlenrätsel.
Am Sonntagvormittag fand eine Diskussionsrunde statt, in der drei Gruppen in drei Phasen über die Themen Physik-Olympiade, Studium im MINT-Bereich und Arbeiten im MINT-Bereich sprachen. Freiwillige und Teilnehmerinnen teilten ihre persönlichen Erfahrungen und stellten sich gegenseitig Fragen zu den Themen. Für einige Teilnehmerinnen war es der erste Kontakt mit der Olympiade, einige hatten schon in anderen Fächern teilgenommen oder waren sogar schon mal im Lager der Physik-Olympiade.
Anschliessend nahmen wir an einem Postenlauf mit verschiedenen Herausforderungen teil. Dabei wurden zwei Experimente aus der diesjährigen European Physics Olympiad ausprobiert zum Thema Wellenoptik und Elektrodynamik, Raketen aus Strohhalmen und Ballons gebaut, ein physikalisches Phänomen mit Menschen dargestellt und ein Fallschirm für ein Ei entworfen. Nach einem abschliessenden Grillmittagessen hiess es schon wieder Abschied nehmen und die Teilnehmerinnen reisten am frühen Nachmittag in alle Ecken der Schweiz zurück: Wir hatten 10 Teilnehmerinnen aus der Deutschschweiz, 2 aus der französischsprachigen Schweiz und eine zweisprachige Teilnehmerin aus Fribourg.